Beförderungsbedingungen der Green Airlines UG („Green Airlines“)

§1 – Begriffsbestimmungen

Sofern sich aus dem Wortlaut oder dem Zusammenhang nichts anderes ergibt, haben die folgenden Ausdrücke die ihnen jeweils nebenstehend zugeordnete Bedeutung:

Wir: bezeichnet Green Airlines UG (haftungsbeschränkt)

Sie: bezeichnet alle Personen, die aufgrund eines Flugscheins befördert werden (siehe auch Definition „Fluggast“/“Passagier“)

Anschlussflugschein: ist ein für den Fluggast in Verbindung mit einem anderen Flugschein ausgestellter Flugschein, wobei beide Flugscheine Teil eines einzigen Beförderungsvertrages sind.

Flugcoupon: ist der Teil des Flugscheins, der den Vermerk „good for passage“ (Berechtigt zur Beförderung) trägt und die einzelnen Orte angibt, zwischen denen der Coupon zur Beförderung berechtigt.

Fluggast oder Passagier: ist jede Person, die mit Zustimmung des Luftfrachtführers in einem Flugzeug befördert wird oder werden soll, ausgenommen Besatzungsmitglieder.

Fluggastcoupon: Teil des in unserem Auftrag ausgestellten Flugscheins, der einen entsprechenden Vermerk trägt und der beim Fluggast verbleibt.

Flugpreis: ist das für die Fluggastbeförderung auf einer bestimmten Strecke zu entrichtende Entgelt

Flugschein: ist die vom oder für den Luftfrachtführer ausgestellte Urkunde, die als „Flugschein und Gepäckschein“ oder als „Elektronisches Ticket“ gekennzeichnet ist; die darin enthaltenen Vertragsbedingungen und Hinweise sowie Flug- und Fluggastcoupon sind Bestandteil des Flugscheins.

Flugunterbrechung: ist eine Reiseunterbrechung auf Wunsch des Fluggastes an einem Ort zwischen Abgangs- und Bestimmungsort, welcher der Luftfrachtführer im Voraus zugestimmt hat.

Gepäck: sind alle Gegenstände, die für den Gebrauch des Fluggastes bestimmt sind. Soweit nichts anderes bestimmt ist, umfasst dieser Begriff sowohl aufgegebenes als auch nicht aufgegebenes Gepäck des Fluggastes.

Gepäck – aufgegebenes: ist dasjenige Gepäck, das der Luftfrachtführer in seine Obhut nimmt und für das er einen Gepäckschein ausgestellt hat. Gepäck – nicht aufgegebenes: ist das Gepäck des Fluggastes mit Ausnahme des aufgegebenen Gepäcks.

Gepäckmarke: ist ein vom Luftfrachtführer ausschließlich zur Identifizierung des aufgegebenen Gepäcks ausgestellter Schein, dessen Gepäcksanhängeteil vom Luftfrachtführer am aufgegebenen Gepäckstück befestigt und dessen Gepäckidentifizierungsteil dem Fluggast ausgehändigt wird.

Gepäckschein: ist derjenige Teil des Flugscheins, der sich auf die Beförderung des aufgegebenen Gepäcks des Fluggastes bezieht.

Itinerary Receipt ist das Reisedokument, das wir Ihnen übergeben, und das Ihren Namen sowie Fluginformationen enthält. Dieses Dokument verbleibt bei Ihnen und ist während der gesamten Reise mitzuführen.

Luftfrachtführer oder Luftfahrtunternehmen: ist jeder Luftfrachtführer, der den Fluggast und/oder sein Gepäck aufgrund des Flugscheins befördert und dessen Airline Designator Code im Flugschein oder in einem Anschlussflugschein erscheint.

Meldeschlusszeit: ist der von uns oder dem jeweiligen Luftfrachtführer festgesetzte Zeitpunkt, bis zu dem Sie Ihre Check-in-Formalitäten abgeschlossen haben und im Besitz Ihrer Bordkarte sein müssen.

Schaden: schließt Tod, Körperverletzung, Verspätungsschäden, Verlust oder andere Beschädigungen jedweder Art ein, welche aus oder in Verbindung mit der Beförderung oder anderen durch den Luftfrachtführer geleisteten Diensten entstehen.

SZR: sind die Sonderziehungsrechte entsprechend der Definition des Internationalen Weltwährungsfonds.

Tage: sind volle Kalendertage, einschließlich der Sonntage und der gesetzlichen Feiertage; bei Anzeigen wird der Absendetag der Anzeige nicht mitgerechnet; bei Feststellung der Gültigkeitsdauer wird der Tag der Ausstellung des Flugscheines oder der Tag des Flugbeginns nicht mitgerechnet.

Tarife: sind die hinterlegten Flugpreise und Zuschläge einschließlich Anwendungsbestimmungen eines Tarifs (Flugpreises).

Übereinkommen: ist das Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Vorschriften über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, gezeichnet in Montreal am 28. Mai 1999 (Montrealer Abkommen), das in der Europäischen Gemeinschaft durch die Verordnung (EG) Nr.2027/97 in der durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 geänderten Fassung und durch nationale Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde

Vereinbarte Zwischenlandeorte: im Sinne des Übereinkommens und dieser Beförderungsbedingungen sind die Orte, die im Flugschein oder im Flugplan des Luftfrachtführers als planmäßige Landepunkte auf dem Reiseweg des Fluggastest vermerkt sind.

Vertragsbedingungen: sind die Bedingungen, die als solche bezeichnet sind, im Flugschein oder im „Itinerary Receipt“ eingetragen sind und diese Beförderungsbedingungen in den Beförderungsvertrag einbeziehen.

§2 – Anwendungsbereich

2.1 Allgemeines:

Diese Beförderungsbedingungen gelten für jegliche Beförderung von Fluggästen und Gepäck‚ einschließlich der damit zusammenhängenden Leistungen‚ durch die Green Airlines UG („wir oder uns“) oder ihre Erfüllungsgehilfen. Diese Beförderungsbedingungen gelten auch für unentgeltliche Beförderungen oder für Beförderungen zu Sonderkonditionen‚ soweit nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist. Es gelten zusätzlich unsere AGB sowie‚ falls die Buchung bei einem „Flugreise-Veranstalter“ erfolgt‚ dessen AGB. Im Falle eines Widerspruchs gehen unsere Beförderungsbedingungen vor‚ sofern sie die operationelle Durchführung des Fluges betreffen.

2.3 Entgegenstehendes Recht:

Falls irgendeine in diesen Beförderungsbedingungen enthaltene oder in Bezug auf genommene Bestimmung zu unseren Tarifen oder zu Gesetzen in Widerspruch steht, haben diese Tarife oder Gesetze Vorrang. Sollten einzelne Bestimmungen nach anwendbarem Recht unwirksam sein, so gelten die übrigen Bestimmungen fort.

§3 – Flugschein

Die Beförderungsleistung wird nur an den im Flugschein genannten Fluggast und nur gegen Vorlage eines gültigen Flugscheins der den Flugcoupon für den entsprechenden Flug, alle nachfolgenden Flugcoupons und den Fluggastcoupon enthält. Die Überprüfung der Identität bleibt vorbehalten.

3.1 Flugschein als Voraussetzung der Beförderung

Der Flugschein oder die Aufnahme in die jeweilige Passagierliste beweist bis zum Nachweis des Gegenteils den Beförderungsvertrag zwischen uns und dem Fluggast. Die im Flugschein enthaltenen Vertragsbedingungen sind eine Zusammenfassung von Bestimmungen dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen und nicht abschließend. Mehrere in Verbindung ausgestellte Flugscheine (Anschlussflugscheine) bilden zusammen einen einzigen Beförderungsvertrag. Ein Anspruch auf Beförderung besteht nicht, wenn der von Ihnen vorgelegte Flugschein erheblich beschädigt oder nachträglich abgeändert worden ist, es sei denn, dass dies durch uns erfolgt ist. Bei Reisen mit einem elektronischen Flugschein besteht nur dann Anspruch auf Beförderung, wenn sich der Fluggast ausweisen kann und wenn ein gültiger elektronischer Flugschein auf den Namen des Fluggastes ausgestellt wurde.

3.2 Verlust des Flugscheins:

Bei erheblicher Beschädigung oder Verlust eines Flugscheins oder eines Teils des Flugscheins oder bei Nichtvorlage desselben mit darin enthaltenem Fluggastcoupon und allen nicht benutzten Flugcoupons können wir auf Wunsch des Fluggastes einen solchen Flugschein ganz oder teilweise ersetzen, wenn der Nachweis dafür erbracht wird, dass der Flugschein für die in Frage stehende Beförderung ordnungsgemäß ausgestellt war. Wir verlangen dafür ein angemessenes Serviceentgelt verlangen. Den Flugpreis muss der Fluggast nicht erneut entrichten. Wir werden keine Erstattung für Verluste verlangen, die er schuldhaft verursacht hat

 3.5 Ausschluss der Übertragbarkeit:

Der Flugschein ist nicht übertragbar. Wird der Flugschein von einem anderen als dem zur Beförderung oder zur Erstattung Berechtigten vorgelegt, so haften wir zur Beförderung oder Erstattung Berechtigten nicht, wenn er in gutem Glauben die Beförderung durchgeführt oder der der Flugschein vorlegenden Person eine Erstattung gewährt hat.

3.6 Geltungsbereich:

Jeder Flugcoupon wird ausschließlich zur Beförderung in der darin angegebenen Beförderungsklasse für den Tag und den Flug, für den er ausgestellt ist, angenommen. Kann ein Flugcoupon nicht angenommen werden, weil wir den Flug absagen, nicht durchführen oder einen von mehreren geplanten Zielorten auslassen, richtet sich die Erstattung des Flugpreises durch uns sowie ein von uns zu leistender Schadensersatz nach den zwischen uns und dem Fluggast getroffenen Vereinbarungen und unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

3.7 Reihenfolge der Benutzung der Flugcoupons und Vorweisung des Flugscheins:

Der Luftfrachtführer löst Flugcoupons nur in der auf dem Fluggastcoupon angegebenen Reihenfolge, beginnend mit dem Abflugort, ein. Der Fluggastcoupon und alle nicht benutzten Flugcoupons, soweit sie nicht vorher dem Luftfrachtführer übergeben wurden, sind vom Fluggast während der gesamten Beförderungsdauer mitzuführen und dem Luftfrachtführer auf Verlangen vorzuweisen; die jeweiligen Flugcoupons sind dem Luftfrachtführer auf Verlangen zu übergeben.

 3.8 Umschreibung auf Wunsch des Fluggastes:

Umschreibungen des Flugscheins auf Wunsch des Fluggastes sind ausgeschlossen.

3.9 Name und Anschrift des Luftfrachtführers:

Der Name des Luftfrachtführers darf im Flugschein in Form des Airline Designator Codes oder in sonstiger Weise abgekürzt werden.

3.10 Eigentum

Der Flugschein steht und verbleibt jederzeit im Eigentum der ausstellenden Gesellschaft. Der Flugschein beweist bis zum Nachweis des Gegenteils Abschluss und Inhalt des Beförderungsvertrages. Die im Flugschein enthaltenen Vertragsbedingungen sind eine Zusammenfassung von Bestimmungen dieser Beförderungsbedingungen.

§4 – Flugpreise und Zuschläge

4.1 Anwendbare Flugpreise:

Es wird der Flugpreis geschuldet, der für die Beförderung vom tatsächlichen Abflugort zum tatsächlichen Bestimmungsort maßgeblich ist. Er wird in Übereinstimmung mit dem Tarif errechnet, der am Tage der Buchung des Flugscheins für die darin genannten Flugdaten und Flugstrecken gültig ist. Flugpreise schließen die Vergütung für Bodentransportdienste zwischen Flughäfen sowie zwischen Flughäfen und Stadtzentren nicht ein, sofern der Flugschein keine anderen Informationen ausweist. Der Flugpreis kann von uns erhobene Zuschläge enthalten.

4.2 Währung:

Vorbehaltlich einer anderweitigen Regelung sind die Flugpreise in Euro zu zahlen.

4.3 Abgaben, Gebühren, Steuern

Alle Abgaben, gebühren und Steuern, die in Bezug auf Fluggäste oder für deren Inanspruchnahme von Dienstleistungen erhoben werden, sind zusätzlich zu den Flugpreisen von diesen zu bezahlen. Bei Kauf des Flugscheins werden Sie über solche, nicht im Flugpreis enthaltene Steuern, Gebühren und sonstigen Abgaben informiert. Diese werden in der Regel zusätzlich im Flugschein ausgewiesen. In den Platzpreisen bei Charter sind alle Steuern und Gebühren enthalten, außer der Luftverkehrssteuer.

4.4 Bezahlung des Flugpreises und der Zuschläge:

Wir können die Weiterbeförderung des Fluggastes und seines Gepäcks verweigern, wenn der Flugpreis oder andere zu zahlende Zuschläge, Gebühren oder Steuern von dem Fluggast nicht beglichen worden sind. Bei Ablehnung der Beförderung des Fluggastes oder seines Gepäcks durch uns, sind wir lediglich zur Erstattung nach den Bestimmungen in § 13 dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen verpflichtet.

$5 – Buchung von Beförderungsplätzen

5.1 Voraussetzungen für Platzbuchungen:

 Die Buchung eines oder mehrerer Beförderungsplätze für einen bestimmten Flug ist für den Luftfrachtführer verbindlich, wenn

  • der Fluggast bzw. die Fluggäste im Besitz eines ordnungsgemäß ausgestellten Flugscheins ist/ sind und die Buchung in den entsprechenden Flugcoupon durch den Luftfrachtführer oder seinen bevollmächtigten Agenten eingetragen worden ist und
  • der Fluggast bzw. die eine Zahlung in Höhe des Betrages und innerhalb des Zeitraumes geleistet hat, wie dies vertraglich vereinbart ist.

Wird eine dieser Bedingungen nicht erfüllt, so können wir jederzeit eine erfolgte Platzbuchung ohne Ankündigung streichen. Schadenersatzansprüche wegen Verletzung insoweit bestehender vertraglicher Pflichten durch uns oder seiner Agenten sind auf grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz beschränkt.

5.2 Zeitgrenzen für Flugscheinausstellung

Wenn der Flugpreis nicht bis zu dem mit uns oder dem, den Flugschein ausstellenden Reisebüro vereinbarten Zeitpunkt bezahlt haben, so wird die Flugbuchung gestrichen. Es wird kein Flugschein ausgestellt, wenn es vorher nicht bezahlt wurde

5.3 Sitzplätze in der Disposition

Die Pro Rata Plätze können nach Absprache zwischen Reiseveranstalter und uns zurückgegeben werden.

5.4 Sitzplatzreservierung:

Auf einigen unserer Flügen steht dem Fluggast die Möglichkeit der vorherigen Sitzplatzreservierung zur Verfügung. Im Rahmen dieses Services können – soweit verfügbar – bestimmte Sitzplatzkategorie gewählt werden. Eine Verpflichtung zur (möglicherweise kostenpflichtigen) Sitzplatzreservierung besteht nicht. In jedem Fall können Sie beim Check-In einen bestimmten Sitzplatz anfordern.

Allerdings hat der Fluggast keinen Anspruch auf einen bestimmten Sitzplatz in der gebuchten Beförderungsklasse. Sitzplatzreservierungen sind unverbindlich. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, solche Zuweisungen aus betrieblichen oder Sicherheitsgründen bzw. aus Gründen höherer Gewalt zu ändern, selbst nachdem der Fluggast das Flugzeug bestiegen hat.

5.5 Rechtzeitiges Eintreffen zur Abfertigung:

Der Fluggast muss so rechtzeitig am Abfertigungsschalter erscheinen‚ dass er spätestens 60 Minuten vor gebuchter Abflugzeit abgefertigt und im Besitz einer Bordkarte ist. Bei einem nicht rechtzeitigen Eintreffen besteht kein Anspruch auf Beförderung und der Fluggast bleibt zur Zahlung des Flugpreises verpflichtet. Wir empfehlen zur Erfüllung der bestehenden Sicherheitsanforderungen zur Abfertigung mindestens 90 Minuten vor planmäßiger Abflugzeit am Check-in zu erscheinen.

Die Meldeschlusszeiten sind an den verschiedenen Flughäfen unterschiedlich, und wir empfehlen Ihnen, sich über diese Meldeschlusszeiten zu informieren und sie einzuhalten. Sie sind verpflichtet, sich spätestens zu dem bei der Abfertigung angegebenen Zeitpunkt zum Einsteigen am Gate einzufinden.

Sofern Sie diese Zeiten nicht einhalten, sind wir zur Streichung Ihrer Buchung berechtigt.

Für Schäden und Aufwendungen, die Ihnen aus allein von Ihnen zu vertretenden Verletzungen dieser Bestimmungen haften wir nicht.

 5.6 Persönliche Daten

Der Fluggast erkenn an, uns und dem Luftfrachtführer die persönlichen Daten zu folgenden Zwecken zur Verfügung gestellt zu haben:

Vornahme von Flugbuchungen, Kauf von Flugscheinen, Erwerb von Zusatzleistungen, Entwicklung und Angebot von Dienstleistungen, Durchführung von Einreiseformalitäten sowie die Übermittlung solcher Daten an die zuständigen Behörden im Zusammenhang mit der Durchführung Ihrer Reise. Der Fluggast ermächtig uns, diese Daten ausschließlich zu diesen Zwecken an den Luftfrachtführer, das Flugschein ausstellende Reisebüro, Behörden, andere Fluggesellschaften oder sonstige Erbringer vorgenannter Dienstleistungen weiterzugeben.

$6 – Beförderungsbeschränkungen

6.1 Allgemeines:

Der Luftfrachtführer hat das Recht, vom Flugplan abzuweichen, die Sitzplatzkapazität, die Gepäckgewichtsgrenze pro Fluggast oder die Höchstnutzlast abzuändern, wenn besondere, von ihm nicht zu vertretende Umstände dies verlangen. Der Kapitän des Flugzeuges ist jederzeit berechtigt, alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Insofern hat er volle Entscheidungsbefugnis über die Fluggastbesetzung, Beladung sowie Verteilung, Verzurrung und Entladung des beförderten Gepäcks und Frachtgutes. Ebenso trifft er alle Entscheidungen, ob und in welcher Weise der Flug durchgeführt, von der vorgesehenen Streckenführung abgewichen und wo eine Landung oder Zwischenlandung eingelegt werden soll.

6.2 Beförderung von Kindern:

 Vor Vollendung des 5. Lebensjahres dürfen Kinder nur in Begleitung eines Erwachsenen, der mindestens 18 Jahre alt ist, oder in Begleitung von Bruder oder Schwester reisen, die mindestens 16 Jahre alt sein müssen. Die Beförderung von unbegleiteten Kindern vom vollendeten 5, bis zum vollendeten 12 Lebensjahr bedarf der vorherigen Vereinbarung mit dem Luftfrachtführer.

Maßgeblich für die Zuordnung zu den oben genannten jeweiligen Beförderungskategorien ist das Alter des jungen Fluggastes bei Antritt des gebuchten Fluges.

Neugeborene bis zum Alter von 48 Stunden werden zur Vermeidung gesundheitlicher Schäden nicht befördert‚ bis zum Alter von 7 Tagen ist eine ärztliche Bestätigung vorzulegen.

Folgende Restriktionen gelten zudem:

  • maximal 6 unbegleitete minderjährige Kinder (Alter 5 bis 11 vollendetes Lebensjahr)
  • maximal 10 Kinder unter 2 Jahre (Infant)

6.3 Besondere Betreuung

„Personen mit eingeschränkter Mobilität“ oder „behinderte Menschen“ sind Personen‚ deren Mobilität bei der Benutzung von Beförderungsmitteln wegen einer körperlichen (sensorischen oder motorischen‚ dauerhaften oder zeitweiligen) Behinderung‚ einer geistigen Behinderung oder Beeinträchtigung‚ wegen anderer Behinderungen oder aufgrund des Alters eingeschränkt ist und deren Zustand angemessene Unterstützung und eine Anpassung der für alle Fluggäste bereitgestellten Dienstleistungen an die besonderen Bedürfnisse dieser Person erfordert. Um geltenden Sicherheitsbestimmungen‚ die in internationalen‚ EU-gemeinschaftlichen oder nationalen Rechtsvorschriften festgelegt sind‚ oder um den Sicherheitsanforderungen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt nachzukommen‚ dürfen wir verlangen‚ dass ein behinderter Mensch oder eine Person mit eingeschränkter Mobilität‚ die nicht in der Lage ist‚ sich an Bord des Flugzeuges in notwendigem Umfang selbst zu versorgen‚ von einer anderen Person auf dem Flug begleitet wird‚ die in der Lage ist‚ die erforderliche Hilfe zu leisten‚ die dieser Fluggast benötigt. Ein Anspruch auf kostenlose Beförderung einer Begleitperson für solche Fluggäste besteht nicht. Begleitpersonen haben den vollen Flugpreis zu entrichten.

Medizinische Hilfsmittel‚ Geräte und Medikamente sind aus Sicherheitsgründen anmeldepflichtig und werden für den persönlichen Bedarf‚ gegen Vorlage eines ärztlichen Attestes und sofern nicht verboten‚ nach schriftlicher Rückbestätigung bei verfügbarer Kapazität und unter Berücksichtigung der Sicherheitsbestimmungen kostenlos im Laderaum transportiert‚ sofern sie nicht unter zulässiges Hand-/Kabinengepäck fallen. Behinderte Passagiere können ihre Behindertenbegleithunde in die Kabine nehmen. Die Beförderung eines anerkannten Behindertenbegleithundes erfolgt kostenlos.

Da die Anzahl der Passagiere mit eingeschränkter Mobilität pro Flug aus Sicherheitsgründen beschränkt ist‚ wird dringend empfohlen‚ uns die notwendigen Informationen bereits zum Zeitpunkt der Buchung zukommen zu lassen.

6.4 Schwangere

Schwangere dürfen bis zur Vollendung der 32. Schwangerschaftswoche reisen‚ wenn sie eine ärztliche Bescheinigung (Mutterpass) vorlegen‚ die ihr Schwangerschaftsstadium belegt. Fällt der Flug auf den Zeitraum nach der 36. Schwangerschaftswoche‚ kann der Luftfrachtführer die Beförderung verweigern. Dies gilt bereits für den Hinflug‚ wenn nur der Rückflug in diesen Zeitraum fällt. Zur Vermeidung gesundheitlicher Risiken empfehlen wir in jedem Fall‚ vor Reiseantritt den behandelnden Arzt zu konsultieren.

6.5 Beförderungsverweigerungsrecht:

Der Luftfrachtführer darf die Beförderung oder Weiterbeförderung eines Fluggastes verweigern, wenn

  • die Maßnahme aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung notwendig ist; oder
  • diese Maßnahme zur Vermeidung eines Verstoßes gegen Vorschriften eines Staates notwendig ist, von dem aus abgeflogen wird, oder der angeflogen oder überflogen wird; oder
  • das Verhalten, der Zustand, oder die geistige oder körperliche Verfassung des Fluggastes, insbesondere aufgrund des Genusses von Alkohol oder Drogen, derart ist, dass
  1. er besonderer Unterstützung durch den Luftfrachtführer bedarf, die der Luftfrachtführer nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand gewähren kann; oder
  2. er erhebliche oder wiederholte Unannehmlichkeiten verursacht oder seine Anwesenheit anderen Fluggästen nicht zugemutet werden kann; oder
  3. er sich selbst oder andere Personen oder Gegenstände einer Gefahr aussetzt.

6.6 Ansprüche bei Beförderungsverweigerung:

Wird ein Fluggast aus einem der Gründe nach vorstehend 3)a) oder 3)b) von der Beförderung ausgeschlossen, so beschränken sich seine Ansprüche auf das Recht, eine Flugpreiserstattung für die nicht benutzten Flugcoupons von dem so handelnden Luftfrachtführer zu verlangen, soweit der Flugpreis nicht von einem den Luftfrachtführer beauftragenden Dritten bezahlt wurde oder zu zahlen ist. Im Falle von Ziffer 3) c) ist eine Erstattung ausgeschlossen.

6.7. Nichtraucherflüge

Alle unsere Flüge sind Nichtraucherflüge.

§7 – Gepäck

7.1 Als Gepäck nicht anzunehmende Gegenstände:

Der Fluggast darf als Gepäck nicht mitführen:

  1. Gegenstände, die nach § 1 nicht als Gepäck gelten;
  2. Gegenstände, die geeignet sind, das Flugzeug oder Personen oder Gegenstände an Bord des Flugzeugs zu gefährden, insbesondere Explosivstoffe, komprimierte Gase, oxydierende, radioaktive oder magnetisierende Stoffe, leicht entzündliche Stoffe, giftige oder aggressive Stoffe und ferner flüssige Stoffe jeder Art (aus- genommen Flüssigkeiten, die der Fluggast in seinem Handgepäck zum Gebrauch während der Reise mitführt);
  3. Gegenstände, deren Beförderung nach den Vorschriften des Staates, von dem aus geflogen, der angeflogen oder überflogen wird, verboten ist;
  4. Gegenstände, die nach Ansicht des Luftfrachtführers wegen ihres Gewichts, ihrer Größe oder Art für die Beförderung ungeeignet sind. Als Handgepäck werden keine Gegenstände angenommen werden, deren größte Länge plus größte Höhe plus größte Breite 100 cm oder deren Gewicht 8 kg pro Passagier überschreitet.
  5. Lebende Tiere; Hunde, Katzen, Hausvögel und andere Haustiere werden nur nach Maßgabe des Absatzes 10 dieses Paragrafen zur Beförderung angenommen.
  6. Gegenstände, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet sind, das Gepäck anderer zu beschädigen und selbst beim Transport beschädigt zu werden

Führt der Fluggast an seiner Person oder in seinem Gepäck

  • Waffen jeder Art, insbesondere Schuss-, Hieb- oder Stoßwaffen sowie Sprühgeräte, die zu Angriffs- oder Verteidigungszwecken verwendet werden,
  • Munition und explosionsgefährliche Stoffe,
  • Gegenstände, die ihrer äußeren Form oder ihrer Kennzeichnung nach den Anschein von Waffen, Munition oder explosionsgefährlichen Stoffen erwecken, mit sich,

so hat er dies vor Reiseantritt dem Luftfrachtführer anzuzeigen. Der Luftfrachtführer lässt die Beförderung derartiger Gegenstände nur zu, wenn sie entsprechend den Bestimmungen über die Beförderung gefährlicher Güter als Fracht oder aufgegebenes Gepäck befördert werden. Satz 2 gilt nicht für Polizeibeamte, die in Erfüllung ihrer Dienstverpflichtung zum Waffentragen verpflichtet sind. Sie haben ihre Waffe während des Fluges dem verantwortlichen Kapitän auszuhändigen.

7.2 Recht auf Verweigerung der Beförderung:

Der Luftfrachtführer kann die Beförderung eines jeden unter Absatz 1 dieses Paragrafen genannten Gegenstandes als Gepäck ablehnen; wird das Vorhandensein dieser Gegenstände im Verlauf der Beförderung festgestellt, so kann der Luftfrachtführer deren Weiterbeförderung ablehnen. Der Luftfrachtführer kann die Beförderung von Gepäck ablehnen, wenn dieses aufgrund von Größe, Form, Gewicht, Art und Inhalt oder aus Sicherheitsgründen oder im Hinblick auf das Wohlbefinden anderer Fluggäste zur Beförderung ungeeignet ist. Informationen über nicht zur Beförderung geeigneter Gegenstände erhält der Fluggast auf Anfrage. Der Luftfrachtführer kann die Beförderung von Gepäck ablehnen, wenn es nicht ordnungsgemäß in Koffern oder ähnlichen Behältern verpackt ist, um eine sichere Beförderung mit der üblichen Vorsicht bei der Behandlung zu gewährleisten.

7.3 Untersuchung von Fluggast und Gepäck:

Jeder Fluggast und sein Gepäck werden vor Abflug überprüft. Willigt der Fluggast in eine Untersuchung seiner Person oder seines Gepäcks auf das Vorhandensein unzulässiger bzw. nicht angezeigter Gegenstände nicht ein, so kann der Luftfrachtführer seine Beförderung und die Beförderung seines Gepäcks ablehnen. Die Ersatzansprüche des Fluggastes beschränken sich dann auf die Erstattung des Flugpreises.

7.4 Beförderung anderer Gegenstände:

Werden Gegenstände als Gepäck befördert, die nicht als Gepäck im Sinne von §1 dieser Bedingungen gelten, so ist die Beförderung trotzdem zuschlagspflichtig und den Haftungsbeschränkungen und anderen anwendbaren Vorschriften dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen für Gepäck unterworfen.

7.5 Aufgegebenes Gepäck:

  • Nach Auslieferung des aufzugebenden Gepäcks nimmt es der Luftfrachtführer in seine Obhut. Der Luftfrachtführer nimmt eine Eintragung in den Flugschein vor, die die Ausstellung des Gepäckscheins darstellt. Stellt der Luftfrachtführer zusätzlich zum Gepäckschein eine Gepäckmarke aus, so dient diese lediglich der Feststellung der Identität des Gepäcks.
  • Der Luftfrachtführer kann die Annahme aufzugebenden Gepäcks verweigern, wenn es nicht ordnungsgemäß in Koffern oder ähnlichen Behältern verpackt ist, um eine sichere Beförderung mit der üblichen Vorsicht bei der Behandlung zu gewährleisten.
  • Im aufzugebenden Gepäck des Fluggastes dürfen verderbliche, zerbrechliche und hochempfindliche Gegenstände (Computer oder sonstige elektronische Geräte), Geld, Juwelen, Edelmetalle, Wertpapiere, Effekten und andere Wertsachen und ferner Geschäftspapiere und Muster nicht enthalten sein; der Luftfrachtführer darf die Beförderung dieser Gegenstände als aufzugebendes Gepäck verweigern.
  • Aufgegebenes Gepäck wird mit demselben Flugzeug befördert, in dem der Fluggast befördert wird, es sei denn, dass der Luftfrachtführer aus Gründen der Sicherheit oder aus operationellen Gründen entscheidet, es auf einem anderen Flug (wenn möglich dem nächsten) zu befördern. Wird das aufgegebene Gepäck des Fluggastes auf einem nachfolgenden Flug befördert, so wird der Luftfrachtführer es an den Fluggast ausliefern, soweit nicht die Anwesenheit des Fluggastes bei der Zollbeschau erforderlich ist.
  • Aufgegebenes Gepäck enthält maximal 23 kg pro Gepäckstück – im Ausnahmefall bis maximal 32 kg

7.6 Freigepäck:

Die Fluggäste können in bestimmtem Umfang Gepäckstücke als Freigepäck (derzeit 23 kg pro Passagier Erwachsener, Kind, Kleinkind ausgenommen, an Bord der ERJ190-LR, 15kg an Bord der ATR42 und ATR75) mitführen.

7.7 Sonder- und Übergepäck:

Gepäck‚ welches nicht als Freigepäck gilt‚ insbesondere aufgrund seines Gewichts‚ seiner Sperrigkeit oder sonstiger Erschwernisse bei der Beförderung (z.B. bei Tieren oder Waffen), ist gebührenpflichtig. Es gelten zusätzlich jeweils die Allgemeinen Buchungs- und Reisebedingungen des „Flugreise-Veranstalters“.

Die Gebühren sind in jedem Fall vor Abflug zu entrichten‚ anderenfalls besteht kein Anspruch auf Beförderung dieses Gepäcks. Jedes Übergepäck unterliegt der Anmeldepflicht an uns.

Nur bei schriftlicher Rückbestätigung des Luftfrachtführers besteht Anspruch auf Beförderung‚ da Entscheidungsgrundlage für die Mitnahme von derartigem Gepäcks die verfügbare Kapazität und die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen sind. Es kann daher in seiner Menge beschränkt oder gänzlich vom Transport ausgeschlossen werden.

Sämtliches Sondergepäck ist in ausreichender und geeigneter Weise zum Lufttransport sowie zum Schutz gegen äußere und innere Beschädigungen zu verpacken. Der Luftfrachtführer kann Sondergepäck zurückweisen‚ wenn es nicht entsprechend verpackt ist. Die Annahme trotz unzureichender Verpackung‚ die bei Entgegennahme nicht immer erkennbar ist‚ begründet keine Haftungsübernahme durch uns – es bleibt Verantwortung und Risiko des Fluggastes‚ für eine sichere Verpackung zu sorgen.

Weiterhin darf ein Gepäckstück die Größe von 158 cm in Summe nicht überschreiten (Breite X + Höhe Y + Tiefe Z). Unter Beachtung des insgesamt zur Verfügung Gesamtvolumens von 17 m³ und Maximalgewichts von 3,4 Tonnen gelten weiterhin folgende Restriktionen:

  • maximal 10 x Golfgepäck
  • maximal 2 x Surfbretter in Boardbag
  • maximal 3 x Fahrrad in Tasche oder Karton
  • maximal 3 x Rollstuhl oder Surfbrett oder Fahrrad insgesamt
  • maximal 10 x Skigepäck
  • maximal 2 x Tiere in Kennel im Frachtraum
  • maximal 2 x Tiere in der Tasche oder Kennel in der Kabine
  • maximal 3 x Rollstühle und Rollstuhlfahrer
  • maximal 1 Blindenhund zur Begleitung eines blinden Passagiers

7.8 Handgepäck:

 Der Luftfrachtführer kann Anzahl, Höchstgewichte und maximale Dimensionen für Handgepäck festlegen. In jedem Falle muss Handgepäck unter den Vordersitz oder in die Gepäckfächer passen. Wenn das Handgepäck diese Voraussetzungen nicht erfüllt oder den Sicherheitsanforderungen nicht entspricht, so muss es als aufgegebenes Gepäck befördert werden. Falls der Luftfrachtführer gezwungen sein sollte, ein Gepäckstück als Aufgabegepäck zu befördern, weil sich der Fluggast nicht an die vorgenannten Bestimmungen gehalten hat, kann vom Fluggast eine Zusatzgebühr verlangt werden. Bestimmte Gepäckstücke, die der Fluggast mit in die Kabine nehmen möchte, können aus Sicherheits- und/oder Betriebsgründen oder aufgrund der Kapazität des Flugzeugs jederzeit vor Abflug als Handgepäck abgelehnt werden und sind als Aufgabegepäck zu befördern. Gepäckstücke/Gegenstände, die der Fluggast nicht im Frachtraum mitführen möchte (wie z.B. zerbrechliche Musikinstrumente o.ä.), werden nur dann zur Beförderung in der Kabine akzeptiert, wenn der Luftfrachtführer vor dem Einchecken vom Passagier angemessen darüber informiert worden ist und seine Erlaubnis erteilt hat. Für eine solche Beförderung werden ggf. zusätzliche Gebühren erhoben. Der Fluggast ist für persönliche Wertgegenstände und Handgepäck verantwortlich, die bzw. das er mit in die Kabine nimmt. Der Luftfrachtführer haftet nur, wenn ihm oder seinen Mitarbeitern oder Vertretern fehlerhaftes Verhalten nachgewiesen werden kann.

7.9 Rückgabe des aufgegebenen Gepäcks:

  1. Der Fluggast ist verpflichtet, sein Gepäck entgegenzunehmen, sobald es am Bestimmungsflughafen oder am Ort der Flugunterbrechung zur Abholung bereitgestellt ist.
  2. Der Luftfrachtführer liefert das aufgegebene Gepäck dem Inhaber des Gepäckscheins aus, und zwar gegen Zahlung der Beträge, die dem Luftfrachtführer noch geschuldet werden. Der Luftfrachtführer ist nicht verpflichtet, sich zu vergewissern, dass der Inhaber des Gepäckscheins der berechtigte Empfänger des auszuliefernden Gepäcks ist; er haftet nicht für Verluste, Schäden oder Aufwendungen, die daraus entstehen, dass er es unterlassen hat, sich über die Berechtigung zu vergewissern. Die Auslieferung des Gepäcks erfolgt an dem im Gepäckschein vermerkten Bestimmungsort.
  3. Kann die das Gepäck entgegennehmende Person den Gepäckschein nicht vorweisen, oder das Gepäck durch den Identifizierungsteil der Gepäckmarke – falls eine solche ausgestellt wurde – nicht identifizieren, so liefert der Luftfrachtführer das Gepäck nur unter der Bedingung aus, dass das Recht auf Herausgabe zur Zufriedenheit des Luftfrachtführers glaubhaft gemacht wird und, sofern der Luftfrachtführer dies verlangt, eine angemessene Sicherheit gestellt wird, um den Luftfrachtführer für etwaige durch die Auslieferung entstehende Verluste, Schäden oder Aufwendungen zu entschädigen.
  4. Nimmt der Inhaber des Gepäckscheins das Gepäck ohne schriftliche Beanstandung bei der Auslieferung an, so wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet, dass das Gepäck in gutem Zustand und entsprechend dem Beförderungsvertrag ausgeliefert worden ist.

7.10 Kleintiere, Assistenzhunde:

  1. Die Beförderung von Hunden, Katzen, domestizierten Vögeln und anderen Haustieren unterliegt der vorherigen Zustimmung des Luftfrachtführers. Sie setzt voraus, dass die Tiere ordnungsgemäß in Versandkäfigen eingeschlossen und mit gültigen Gesundheits- und Impfzeugnissen, Einreiseerlaubnissen und anderen von den Ländern geforderten Einreise- oder Transitpapieren versehen sind. Der Luftfrachtführer behält sich vor, Art und Weise der Beförderung festzulegen und die Zahl der für einen Flug zulässigen Tiere zu begrenzen.
  2. Das Gewicht der mitgeführten Tiere sowie der Versandkäfige und des mitgeführten Tierfutters sind nicht im Freigepäck des Fluggastes enthalten; es ist ein von uns festzulegender Zuschlag zu entrichten.
  3. Assistenzhunde sowie deren Versandkäfige nebst mitgeführtem Hundefutter werden zuschlagfrei und außerhalb der Freigepäckgrenze des Fluggastes befördert.
  4. Für die Annahme von Kleintieren oder Assistenzhunden zur Beförderung ist Voraussetzung, dass der Fluggast die volle Verantwortung für das Tier übernimmt. Der Luftfrachtführer haftet nicht für die Erkrankung, die Verletzungen oder den Tod des Tieres und auch nicht dafür, dass die Einreise in die oder die Durchreise durch die jeweiligen Staaten gestattet wird, es sei denn, er hat den Schaden grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht. Der Fluggast haftet für alle Schäden, die ein Tier Dritten oder dem Luftfrachtführer zufügt und stellt den Luftfrachtführer insoweit von jeder Haftung frei.

7.11 Elektronische Geräte:

  1. Elektronische Geräte sind während des gesamten Fluges ausgeschaltet zu halten. Der Betrieb von elektronischen Geräten an Bord bedarf der vorherigen Zustimmung des Kabinenpersonals.
  2. Der Luftfrachtführer kann den Betrieb von elektronischen Geräten, einschließlich Mobiltelefonen, Laptops, tragbaren Aufzeichnungsgeräten, tragbaren Radiogeräten, elektronischen Spielen oder Übertragungsgeräten, einschließlich funkgesteuerter Spielzeuge und tragbarer Sprechfunkgeräte, mit Ausnahme von Hörhilfen und Herzschrittmachern, aus Sicherheitsgründen verbieten oder einschränken.

§8 – Zubringerdienst

Wir unterhalten, betreiben oder stellen in der Regel keinen Zubringerdienst zwischen Flughäfen oder zwischen Flughäfen und Stadtzentren für touristische Flüge. Für die Zubringerdienste nicht von uns eingesetzten Dritten haften wir nicht. In Fällen, in denen wir selbst für unsere Fluggäste Zubringerdienste unternehmen oder organisieren, gelten diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen entsprechend.

§9 – Dienstleistungen an Bord und Veranstaltungen am Boden

9.1 Mahlzeiten usw. im Flugzeug:

Wir setzen uns nach Kräften dafür ein, die Wünsche der Fluggäste in Bezug auf die Serviceleistungen an Bord zu erfüllen, insbesondere in Bezug auf Getränke, Sondermahlzeiten, Filme, Sitzplätze etc. Für diese Serviceleistungen kann ein gesondertes Entgelt erhoben werden. Wir sind jedoch nicht haftbar, wenn aus Gründen des Flugbetriebs oder der Sicherheit, die sich unserem Einfluss entziehen, der Luftfrachtführer nicht zur Erbringung dieser Serviceleistungen in der Lage ist, auch wenn diese Serviceleistungen zum Zeitpunkt der Buchung bestätigt wurden.

9.2 Hotelkosten und Verpflegung am Boden:

Hotelkosten und Mahlzeiten, sofern sie nicht an Bord serviert werden, sind nicht im Flugpreis inbegriffen und deshalb vom Fluggast zu bezahlen.

§10 – Verwaltungsformalitäten

10.1 Allgemeines:

Der Fluggast ist verpflichtet, und es unterliegt seiner eigenen Verantwortung, die für seine Reise notwendigen Reisedokumente und Visa zu beschaffen und alle Vorschriften der Staaten zu befolgen, die überflogen oder angeflogen werden oder von denen aus geflogen wird; das Gleiche gilt für diesbezüglichen Regelungen und Anweisungen des Luftfrachtführers. Die Reisedokumente und Visa des Fluggastes müssen für die gesamte Dauer seiner Reise einschließlich etwaiger Unterbrechungen Gültigkeit besitzen. Den Luftfrachtführer trifft insoweit keine Verantwortung, insbesondere ist der Luftfrachtführer nicht verpflichtet die Gültigkeit zu überprüfen. Der Luftfrachtführer haften nicht für die Folgen, die dem Fluggast aus der Unterlassung, sich die notwendigen Papiere zu beschaffen, oder aus der Nichtbefolgung der in Betracht kommenden Vorschriften oder Anweisungen entstehen.

10.2 Reisedokumente:

Der Fluggast muss die Einreise- und Ausreisepapiere, Gesundheitszeugnisse und sonstigen Urkunden vorweisen, die seitens der in Betracht kommenden Staaten vorgeschrieben sind. Der Luftfrachtführer hat das Recht, jeden Fluggast von der Beförderung auszuschließen, der die maßgebenden Vorschriften nicht befolgt hat oder dessen Urkunden unvollständig sind. Der Luftfrachtführer haftet dem Fluggast nicht für Verluste oder Aufwendungen, die daraus entstehen, dass der Fluggast diese Bestimmungen nicht befolgt.

10.3 Einreiseverbot:

Wird dem Fluggast die Einreise in ein Land verweigert, so ist er verpflichtet, den anwendbaren Flugpreis zu zahlen, falls die Luftfrachtführer den Fluggast auf Anordnung einer Behörde an seinem Abgangsort oder an einen anderen Ort bringen muss, weil der Fluggast in ein Land (Durchreise- oder Bestimmungsland) nicht einreisen darf. Wir können zur Bezahlung dieses Flugpreises die vom Fluggast gezahlten Gelder für nicht ausgenutzte Beförderung oder seine im Besitz des Luftfrachtführers befindlichen Mittel verwenden. Der bis zu dem Ort der Abweisung oder Ausweisung für die Beförderung bezahlte Flugpreis wird nicht erstattet.

10.4 Haftung des Fluggastes für Strafen usw.:

 Falls der Luftfrachtführer gehalten ist, Strafen oder Bußen zu zahlen oder zu hinterlegen oder sonstige Auslagen aufzuwenden, weil der Fluggast die bezüglich der Ein- oder Durchreise geltenden Vorschriften des betreffenden Staates nicht befolgt oder weil die erforderlichen Urkunden nicht ordnungsgemäß zur Stelle sind, ist der Fluggast verpflichtet, auf Verlangen des Luftfrachtführers diesem die gezahlten oder hinterlegten Beträge und Auslagen zu erstatten sowie ein Bearbeitungsentgelt zu entrichten. Diese Verpflichtung trifft nicht nur den Fluggast, sondern auch denjenigen, der das Ticket bezahlt hat. Der Luftfrachtführer ist berechtigt, in seinem Besitz befindliche nicht ausgeflogene Flugscheine oder Geldmittel zur Deckung solcher Ausgaben zu verwenden. Die Höhe der Strafe und Bußgelder ist von Land zu Land verschieden und kann den Flugpreis weit übersteigen. Auf die Einhaltung der Einreisebestimmungen ist im eigenen Interesse zu achten.

10.5 Zolluntersuchung:

Auf Verlangen hat der Fluggast bei der Durchsicht seines aufgegebenen und nicht aufgegebenen Gepäcks durch Zoll- und andere Beamte anwesend zu sein. Der Luftfrachtführer haftet nicht für den dem Fluggast infolge Nichtbeachtens dieser Bestimmung entstehenden Schaden.

10.6 Sicherheitsüberprüfung

Der Fluggast ist verpflichtet, sich und sein Gepäck den durch die Behörden, die Flughafengesellschaften oder durch den Luftfrachtführer vorgenommenen Sicherheitsuntersuchungen zu unterziehen.

10.7 Übermittlung von Daten

Wir sind berechtigt, die Passdaten des Fluggastes und seine im Zusammenhang mit seiner Reise durch Luftfrachtführer verarbeiteten und genutzten personenbezogenen Daten an Behörden im In- und Ausland (einschließlich Behörden in den USA und Kanada) zu übermitteln, wenn das jeweilige Übermittlungsverlangen der Behörde aufgrund zwingender gesetzlicher Bestimmungen erfolgt und somit für die Erfüllung des Beförderungsvertrages erforderlich ist.

10.8 Ablehnung der Beförderung:

Der Luftfrachtführer haftet nicht, wenn er in gutem Glauben der Ansicht war, dass die nach seiner Auffassung maßgeblichen Vorschriften die Beförderung eines Fluggastes nicht zulassen, und er sie deshalb verweigert. Dies gilt nicht bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Luftfrachtführers.

§11 – Schadenshaftung:

11.1 Allgemeines:

Für unsere Haftung gilt die Haftungsordnung des Übereinkommens von Montreal vom 28. März 1999, das in der Europäischen Gemeinschaft durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 i.V.m. der Verordnung (EG) Nr. 2027/97 sowie durch nationale Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde. Im Anhang zur Verordnung (EG) Nr. 889/2002 werden die Haftungsregeln wie folgt zusammengefasst (die genannten Haftungssummen sind aufgrund nationalen Rechts höher als in der EU-Verordnung angegeben). Mit Gemeinschaft ist in den nachfolgenden Regelungen die Europäische Union gemeint. Luftfahrtunternehmen im Sinne dieser Regeln sind unsere Luftfrachtführer. Im Falle der Geltendmachung passagierrechtlicher Ansprüche werden diese durch uns reguliert werden.

11.2 Haftung von Luftfahrtunternehmen für Fluggäste und deren Reisegepäck:

Die nachfolgenden Regelungen gelten für alle Beförderungen von Fluggästen und deren Reisegepäck durch Luftfrachtführer. Luftfrachtführer sind Luftfahrtunternehmen im Sinne der folgenden Hinweise:

11.2.1 Haftung von Luftfahrtunternehmen für Fluggäste und deren Reisegepäck

Diese Hinweise fassen die Haftungsregeln zusammen, die von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft nach den Rechtsvorschriften der Gemeinschaft und dem Übereinkommen von Montreal anzuwenden sind.

11.2.2 Schadensersatz bei Tod oder Körperverletzung

Es gibt keine Höchstbeträge für die Haftung bei Tod oder Körperverletzung von Fluggästen. Für Schäden bis zu einer Höhe von 113.100 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) können wir keine Einwendungen gegen Schadensersatzforderungen erheben. Über diesen Betrag hinausgehende Forderungen können wir durch den Nachweis abwenden, dass es weder fahrlässig noch sonst schuldhaft gehandelt hat.

11.2.3 Vorschusszahlungen

Wird ein Fluggast getötet oder verletzt, haben wir innerhalb von 15 Tagen nach Feststellung der schadensersatzberechtigten Person eine Vorschusszahlung zu leisten, um die unmittelbaren wirtschaftlichen Bedürfnisse zu decken. Im Todesfall beträgt diese Vorschusszahlung nicht weniger als 16.000 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung).

11.2.4 Verspätungen bei der Beförderung von Fluggästen

Wir haften für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Fluggästen, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Fluggästen ist auf 4.694 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) begrenzt.

11.2.5 Verspätungen bei der Beförderung von Reisegepäck

Wir haften für Schäden durch Verspätung bei der Beförderung von Reisegepäck, es sei denn, dass es alle zumutbaren Maßnahmen zur Schadensvermeidung ergriffen hat oder die Ergreifung dieser Maßnahmen unmöglich war. Die Haftung für Verspätungsschäden bei der Beförderung von Reisegepäck ist auf 1.131 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung) begrenzt.

11.2.6 Zerstörung, Verlust oder Beschädigung von Reisegepäck

Wir haften für die Zerstörung, den Verlust oder die Beschädigung von Reisegepäck bis zu einer Höhe von 1.131 SZR (gerundeter Betrag in Landeswährung). Bei aufgegebenem Reisegepäck besteht eine verschuldensunabhängige Haftung, sofern nicht das Reisegepäck bereits vorher schadhaft war. Bei nicht aufgegebenem Reisegepäck haften wir nur für schuldhaftes Verhalten.

11.2.7 Höhere Haftungsgrenze für Reisegepäck

Eine höhere Haftungsgrenze gilt, wenn der Fluggast spätestens bei der Abfertigung eine besondere Erklärung abgibt und einen Zuschlag entrichtet.

11.2.8 Beanstandungen beim Reisegepäck

Bei Beschädigung, Verspätung, Verlust oder Zerstörung von Reisegepäck hat der Fluggast uns so bald wie möglich schriftlich Anzeige zu erstatten. Bei Beschädigung von aufgegebenem Reisegepäck muss der Fluggast binnen sieben Tagen, bei verspätetem Reisegepäck binnen 21 Tagen, nachdem es ihm zur Verfügung gestellt wurde, schriftlich Anzeige erstatten. Der Luftfrachtführer haftet nicht für Schäden am Gepäck, soweit der betreffende Schaden auf die Beschaffenheit des Gepäcks oder einen dem Gepäckstück anhaftenden Mangel oder auf die Eigenschaften oder einen Fehler des Gepäcks zurückzuführen ist, es sei denn, der Luftfrachtführer hat diese grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht. Falls Gepäckstücke oder darin enthaltene Vermögensgegenstände einer anderen Person oder dem Luftfrachtführer einen Schaden verursacht haben, muss der Fluggast den Luftfrachtführer für sämtliche infolgedessen erlittenen Verluste und entstandenen Kosten entschädigen.

11.2.9 Haftung des vertraglichen und des ausführenden Luftfahrtunternehmens

Wenn das ausführende Luftfahrtunternehmen nicht mit uns identisch ist, muss der Fluggast seine Anzeige oder Schadensersatzansprüche an uns richten.

11.2.10 Klagefristen

Gerichtliche Klagen auf Schadensersatz müssen innerhalb von zwei Jahren, beginnend mit dem Tag der Ankunft des Flugzeugs oder dem Tag, an dem das Flugzeug hätte ankommen sollen oder vom Tage, an welchem die Beförderung abgebrochen worden ist, erhoben werden. Die Berechnung der Frist bestimmt sich nach dem Recht des angerufenen Gerichts.

11.2.11 Grundlage dieser Informationen

Diese Bestimmungen beruhen auf dem Übereinkommen von Montreal vom 28. Mai 1999, das in der Europäischen Gemeinschaft durch die Verordnung (EG) Nr. 2027/97 in der durch die Verordnung (EG) Nr. 889/2002 geänderten Fassung und durch nationale Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten umgesetzt wurde.

 – Ende der Hinweise gemäß Verordnung (EG) Nr. 889/2002 –

11.3 Weitere Regelungen zur Haftung:

Sofern den Geschädigten ein Mitverschulden an der Entstehung des Schadens trifft, gelten die Normen des anwendbaren Rechts hinsichtlich des Ausschlusses der Haftung oder Minderung der Ersatzpflicht bei mitwirkendem Verschulden des Geschädigten. Wir haften nicht für Schäden, die aus der Erfüllung von staatlichen Vorschriften durch ihn oder daraus entstehen, dass der Fluggast die sich hieraus ergebenden Verpflichtungen nicht erfüllt. Die Haftung ist in jedem Falle begrenzt auf den nachgewiesenen Schaden. Für mittelbare Schäden oder Folgeschäden haften wir nur, wenn der Luftfrachtführer diese grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat; die Vorschriften des Übereinkommens und der Verordnung (EG) 889/2002 bleiben unberührt. Ausschlüsse und Beschränkungen der Haftung unsererseits gelten sinngemäß auch zugunsten der Bediensteten und Vertreter von uns sowie jeder Person, deren Fluggerät vom Luftfrachtführer genutzt wird, einschließlich derer Bediensteter und Vertreter. Der Gesamtbetrag, der von uns und den genannten Personen zu leisten ist, darf die für uns geltenden Haftungshöchstgrenzen nicht übersteigen. Sofern nicht ausdrücklich anders vorgesehen, hat keine dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen den Verzicht auf einen Haftungsausschluss oder eine Haftungsbeschränkung, der nach dem Übereinkommen oder dem anwendbaren Recht zu Gunsten des Luftfrachtführers und seiner Leute vorgesehen ist, zum Inhalt.

§12 – Flugpreiserstattung

12.1 Allgemeines:

Im Falle der Nichtbeförderung des Fluggastes oder seines Gepäckes erfolgt eine Rückerstattung des bereits gezahlten Flugpreises nur, soweit dieser die Nichtbeförderung nicht verschuldet hat und soweit das Beförderungsentgelt nicht aufgrund einer Chartervereinbarung – auch anteilig – gezahlt wurde, sondern direkt von dem Fluggast bezahlt wurde. In diesen Allgemeinen Beförderungsbedingungen anderenorts enthaltene Begrenzungen und Ausschlüsse der Erstattung bleiben von dieser Regelung unberührt.

12.2 Empfänger der Erstattung:

Soweit eine Erstattung nach Absatz 1 in Frage kommt, erfolgt die Erstattung durch uns an den im Flugschein mit Namen benannten Fluggast oder an die Person, die den Flugschein für den Fluggast gezahlt hat und nicht Auftraggeber des Luftfrachtführers im Sinne des Absatz 1 ist.

12.3 Erstattungsbetrag:

Unterbleibt die Beförderung aus einem Grunde, den der Luftfrachtführer zu vertreten hat, so entspricht der Erstattungsbetrag,

  1. wenn kein Teil des Flugscheins ausgeflogen wurde, dem gezahlten Flugpreis,
  2. wenn ein Teil des Flugscheins ausgeflogen wurde, dem anteiligen Flugpreis für den Streckenabschnitt, über den der Fluggast nicht befördert wurde.

§13 – Fristen für Ersatzansprüche und Klagen

13.1 Anzeige von Schäden:

Sofern der Fluggast das aufgegebene Gepäck vorbehaltlos entgegennimmt, so wird bis zum Beweis des Gegenteils vermutet, dass es in gutem Zustand und entsprechend dem Beförderungsvertrag abgeliefert worden ist. Bei Gepäckschäden ist jede Klage ausgeschlossen, wenn der Berechtigte nicht unverzüglich nach Entdeckung des Schadens, jedenfalls aber spätestens 7 Tage nach Erhalt des Gepäcks dem Luftfrachtführer Anzeige erstattet. Das gleiche gilt für die verspätete Auslieferung von Gepäck mit der Maßgabe, dass die Anzeige unverzüglich, jedenfalls aber spätestens 21 Tage nach Andienung des Gepäcks zu erstatten ist. Die Meldung des Schadens muss schriftlich erfolgen.

13.2 Klagefristen:

Die Klage auf Schadenersatz für Schäden jeglicher Art kann nur binnen einer Ausschlussfrist von 2 Jahren erhoben werden, gerechnet vom Tage der Ankunft des Flugzeugs am Bestimmungsort oder vom Tage, an dem das Flugzeug hätte ankommen müssen, oder vom Tage, an welchem die Beförderung abgebrochen worden ist. Die Berechnung der Frist bestimmt sich nach dem Recht des angerufenen Gerichts.

§14 – Abänderungen und Verzicht

Kein Agent, Bediensteter oder Bevollmächtigter von uns ist berechtigt, diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen, die Flugpreise oder unsere Tarifbestimmungen zu ergänzen, abzuändern oder auf deren Anwendbarkeit zu verzichten.

$15 – Sonstige Bestimmungen

15.1 Die Kurzbezeichnungen dienen lediglich der Übersicht; sie sind nicht Bestandteil dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen. Alle Bezüge auf Paragrafen, Absätze und Ziffern beziehen sich auf solche dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen.

15.2 Diese Allgemeinen Beförderungsbedingungen sind in einer deutschsprachigen Ausfertigung erstellt. Sie sind rechtsverbindlich vereinbart und in die Vertragsverhältnisse einbezogen.

15.3 Sollten eine oder mehrere Klauseln dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen unwirksam sein, wird die Wirksamkeit der übrigen Klauseln hierdurch nicht berührt.